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Start 2/2019 NEU: BKK BIETET NEUE LEISTUNG BEI FERSENSPORN

NEU: BKK BIETET NEUE LEISTUNG BEI FERSENSPORN

von Nicole Bichler
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SEIT JANUAR DIESES JAHRES GEHÖRT BEI FERSENSCHMERZEN DIE STOßWELLENTHERAPIE ZU DEN LEISTUNGEN DER GESETZLICHEN KRANKENKASSEN UND IST VON DEN ARZTPRAXEN ÜBER DIE ELEKTRONISCHE GESUNDHEITSKARTE ABRECHENBAR. EINIGE VORRAUSSETZUNGEN MÜSSEN JEDOCH ERFÜLLT SEIN, DAMIT VERSICHERTE DIESE NEUE KASSENLEISTUNG NUTZEN KÖNNEN.

Die Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) – so der Fachbegriff – ist eine ambulante Methode, mit der man zum Beispiel Kalkablagerungen zertrümmern kann. Dabei wird ein Gerät, das Druckwellen abgibt, von außen an die betroffenen Körperstellen gesetzt. Neben der Behandlung von Nieren­steinen und Kalkschulter kommen die Druckwellen auch beim Fersensporn zum Einsatz. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat im vergangenen Jahr diese Stoßwellen­­therapie bei Fersensporn als positiv bewertet,

seit Januar 2019 ist nun auch geregelt, welche Ärzte diese Leistung unter welchen Bedingungen bei den Krankenkassen abrechnen dürfen. „Es ist erfreulich, dass betroffenen Patienten nunmehr eine zusätzliche Möglichkeit zur Behandlung des Fersenschmerzes zur Verfügung steht“, sagt Dr. Harald Deisler, unparteiisches Mitglied im G-BA und Vorsitzender des Unterausschusses Methodenbewertung.

FERSENSPORN

Was ist eigentlich ein Fersensporn?
Durch eine Überbelastung des Fußes können kleine Verletzungen und Entzündungen entstehen, die am Übergang zwischen Sehnen und Fersenknochen Schmerzen verursachen können. In der Folge kommt es zu Verkalkungen am Knochen, es entsteht unterhalb der Ferse ein dornartiger Knochenauswuchs.

Wie wird das behandelt?
Die Entzündungen lassen sich durch Kühlen, Physiotherapie, spezielle Einlagen und Bestrahlung behandeln. Sind sie abgeklungen, macht der Fersensporn in der Regel kein Problem mehr. Allerdings kann die Entzündung immer wieder aufflammen. Ist dies der Fall, kann der Sporn operativ oder – um eine Operation zu vermeiden – nun mittels Stoßwellen­therapie entfernt werden.

Wann kann die Stoßwellentherapie zum Einsatz kommen?
Voraussetzung für eine Behandlung mit ESWT ist zum einen, dass der Fersenschmerz mindestens seit sechs Monaten besteht und ärztlich bestätigt ist. Zum anderen müssen die Betroffenen in dieser Zeit schon unterschiedliche konservative Therapien durchlaufen haben, ohne dass eine Besserung eingetreten ist. Die ESWT-Therapie muss ein zugelassener Facharzt aus den Bereichen Orthopädie, Unfallchirurgie, physikalische und rehabilitative Medizin durchführen.

Ursächlich für die Schmerzen beim Fersensporn ist eine Entzündung.

Bildnachweis:
iStockphoto/Viktor_Gladkov; Fotolia/bilderzwerg