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Start 2/2019 SCHWEIZER GEHT’S NICHT

SCHWEIZER GEHT’S NICHT

von Nicole Bichler
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LUZERN UND DIE REGION UM DEN VIERWALDSTÄTTERSEE SCHENKEN DEM BESUCHER AUF SCHRITT UND TRITT POSTKARTEN-
ODER, ZEITGEMÄßER, INSTAGRAM-MOTIVE: BEEINDRUCKENDES BERGPANORAMA, EIN FJORDARTIGER SEE UND EINE CHARMANTE STADT MIT GESCHICHTE.

Oben: Kultur- und Kongresszentrum Luzern. Jährlich über 600 Veranstaltungen, aber auch interessante Führungen hat das KKL zu bieten.

Mitte: Der sterbende Löwe. Das emotional bewegende Relief wurde 1821 in eine natürliche Felswand aus Sandstein gemeißelt.

Unten: Herrliche Uferregionen mit idyllischen Städtchen lassen sich bestens per Schiff erreichen.

Mauern, Türme, Brücken – vieles aus der mittelalterlichen Stadtbefestigung Luzerns ist bis heute erhalten geblieben: Die Museggmauer, die überdachte Kapellbrücke und der Wasserturm prägen das Stadtbild. Und sie sind nur die prominentesten Beispiele aus der Abteilung „Bauten mit Geschichte“. Historische, mit Fresken geschmück­te Häuser umsäumen in der auto­freien Altstadt malerische Plätze. Die Jesuitenkirche aus dem 17. Jahrhundert gilt als der erste sakrale Barockbau der Schweiz. Der sterbende Löwe, welcher zum Andenken an die 1792 in den Tuilerien gefallenen Schweizer in den Felsen gehauen wurde, ist eines der bekanntesten Denkmäler der Schweiz.

Bewegte Museumswelt

All das bildet einen spannenden Kontrast zum zeitgenössischen Luzern. Interessantester Vertreter der avantgardistischen Architektur ist das Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL), das einen Konzertsaal von Weltrang und ein Kunstmuseum beherbergt. Das meistbesuchte Museum der Schweiz befindet sich übrigens auch in Luzern: das Verkehrshaus. In ihm dreht sich alles um Mobilität – auf dem Wasser genauso wie im Weltall. Alle Ausstellungen sind so spannend und interaktiv aufbereitet, dass das Verkehrshaus eher einem Abenteuerspielplatz als einem klassischen Museum gleicht. Ein Planetarium, das Swiss Chocolate Adventure sowie ein Filmtheater mit einer XL-Leinwand sorgen zusätzlich dafür, dass man hier mindestens einen Tag verbringen kann.

Bequem auf den Gipfel

Luzern ist der ideale Ausgangspunkt, um die Naturschönheiten der Zentralschweiz zu erkunden. Die Berge rufen, und sie können ganz bequem erobert werden: Die weltweit steilste Zahnradbahn bringt einen auf den Pilatus, die steilste Standseilbahn der Welt auf den Stoos, die erste Bergbahn Europas auf die Rigi, die erste drehbare Seilbahn auf den Titlis, und die weltweit erste doppelstöckige Open-Air-Seilbahn führt aufs Stanserhorn. Unberührte, teils mystische Natur lockt in Entlebuch, dem ersten Biosphärenreservat der Schweiz: Moorlandschaften, Alpenwiesen und die bizarren Gesteins-formationen der Schrattenfluh, von wo aus man einen herrlichen Blick aufs Alpenpanorama genießt.

Malerische Uferregionen

Was macht die Bergwelt perfekt? Natürlich ein eisblauer See, umrandet von Bergketten: Der Vierwaldstättersee ist optimal für Uferspaziergänge, kleine Schiffstouren oder einen erfrischenden Sprung ins kühle Nass. Dank seiner fjordartig verwinkelten Form gibt es zahlreiche verschwiegene Buchten – das macht den See trotz seiner Größe (Uferlänge rund 150 Kilometer) beschaulich. Bei einem so malerischen Gewässer ist es klug geregelt, dass gleich fünf Kantonen (früherer Name: Waldstätten) ein Stück von ihm gehört: Luzern, Ob- und Nidwalden, Schwyz und Uri.

VIEL LOS AM BERG

Auf und um den Pilatus gibt es unterschiedlichste Freizeitangebote. Abenteurer finden im Pilatus-Seilpark etwa Kletterparcours, Seilbahnfahrten und Bungeejumping. Entspannter geht es im Nah­erholungsgebiet Krienseregg zu. Auf markierten Rundwegen lässt sich wandern, Picknickplätze und ein Erlebnisspielplatz verschönern die Pausen.

Bildnachweis (von oben nach unten):
iStockphoto/AleksandarGeorgiev, /Oleksii Liskonih; Luzern Tourismus /Jan Geerk, /Beat Brechbühl; KKL Luzern, Switzerland; swiss-images.ch