Wenn die Tage kürzer und dunkler werden, sinkt bei vielen die Stimmung. Bewegung und Tageslicht können helfen, das seelische Gleichgewicht zu stabilisieren. Oft führt das zu einer Besserung – manchmal ist jedoch auch therapeutische Unterstützung nötig.
Antriebslos, müde, niedergeschlagen: Mehr als jeder Zweite in Deutschland erlebt zumindest gelegentlich Symptome des sogenannten Herbstblues. Bei manchen wird daraus eine depressive Verstimmung, die den Alltag spürbar beeinträchtigt. Auch Heißhunger auf Kohlenhydrate und eine damit verbundene Gewichtszunahme sind typische Begleiterscheinungen oder gar ein sozialer Rückzug in die Isolation.
Mit Bewegung zu mehr Lebensfreude
Studien zeigen: Körperliche Aktivität wirkt nachweislich stimmungsaufhellend. Sie fördert die Ausschüttung von Glückshormonen (Endorphinen) und senkt das Stresslevel. Ideal: Tägliche Spaziergänge oder Bewegung in Gesellschaft – z. B. bei gemeinsamen Walking-Runden oder in einem Kurs aus dem präventiven Gesundheitsangebot Ihrer BKK Akzo Nobel. Alle Infos zu unseren Zuschüssen und dem aktuelle Kursangebot finden Sie hier: www.bkk-akzo.de/leistungen/
Was ist eine Winterdepression?
Bleibt die gedrückte Stimmung über mehrere Wochen bestehen, gehen Interessen verloren, treten Schlafstörungen oder Hoffnungslosigkeit auf, kann eine saisonale Depression vorliegen. Die sogenannte Winterdepression (SAD = Seasonal Affective Disorder) ist im Gegensatz zum Herbstblues eine Erkrankung, die medizinisch behandelt werden sollte. Erste Anlaufstellen sind:
- Hausärzte
- das Team Rehabilitation der BKK Akzo Nobel unter Tel.: 06022 7069-440
- psychotherapeutische Praxen (schnelle Termine über www.116117-termine.de oder Tel.: 116 117)
- anonyme Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 oder www.telefonseelsorge.de
Tageslicht hebt die Stimmung
Tageslicht spielt eine zentrale Rolle für unsere seelische Gesundheit, das ist wissenschaftlich gut belegt. Es kurbelt die Produktion von Serotonin an – ein Botenstoff, der stimmungsaufhellend wirkt. Schon 30 Minuten natürliches Licht am Tag helfen, den Schlaf-Wach-Rhythmus zu stabilisieren. Daher gilt: Möglichst täglich ins Freie, idealerweise vormittags – selbst bei bewölktem Himmel. Auch lichtdurchflutete Arbeitsplätze oder spezielle Lichttherapiegeräte (nach ärztlicher Rücksprache) können hilfreich sein.
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