Wie viele gesetzliche Krankenkassen braucht Deutschland? Was nach einer Frage für Fachleute klingt, betrifft auch Ihren Alltag: Wen Sie erreichen, wenn es schnell gehen muss. Welche zusätzlichen Leistungen Sie bekommen können. Und wie gut Ihre Kasse die Region kennt, in der Sie leben und arbeiten. Mit der Kampagne „Gesunde Nähe schaffen“ machen wir uns für den Erhalt der Kassenvielfalt stark.
Die gesetzliche Krankenversicherung ist im Wandel. Immer wieder wird diskutiert, ob weniger Krankenkassen und weitere Fusionen das System einfacher und günstiger machen. Doch größer bedeutet nicht automatisch besser.
Sie haben die Wahl
In Deutschland können Sie als Versicherter frei zwischen den gesetzlichen Krankenkassen wählen. Diese Wahlfreiheit ist der Grund dafür, dass die Kassen im Wettbewerb stehen: um guten Service, attraktive Leistungen, innovative Angebote und eine gute Versorgung.
Viele Leistungen sind gesetzlich festgelegt und damit für alle Kassen gleich. Aber eben nicht alle. Jede Krankenkasse kann eigene Schwerpunkte setzen, zusätzliche Leistungen anbieten und neue Versorgungs- und Präventionsangebote entwickeln. Genau diese Unterschiede schaffen Wahlmöglichkeiten für Sie und geben den Kassen einen Anreiz, sich weiterzuentwickeln.
Sind größere Kassen automatisch besser?
Fusionen können Vorteile bringen, etwa wenn Verwaltungsprozesse gemeinsam organisiert und Kosten gespart werden. Doch die Größe allein sagt wenig darüber aus, wie wirtschaftlich oder versichertennah eine Kasse arbeitet. Große Organisationen profitieren von Skaleneffekten als Mengenvorteilen, haben aber oft längere Entscheidungswege und mehr Distanz zu ihren Versicherten. Kleinere, regional ausgerichtete Kassen punkten dagegen mit kurzen Wegen, persönlichen Ansprechpartnern und der Versorgung vor Ort. Entscheidend ist deshalb nicht die Größe, sondern die Frage: Welche Struktur bringt den größten Nutzen für die Versicherten?
Warum Ihre Region eine Rolle spielt
Gesundheit und Versorgung sehen nicht überall gleich aus. Ein ländlicher Raum steht vor anderen Herausforderungen als eine Großstadt, auch Altersstruktur, Arbeitsbedingungen und ärztliche Versorgung unterscheiden sich. Regionale Krankenkassen kennen die Menschen, Unternehmen und Strukturen vor Ort und können ihre Angebote gezielter darauf ausrichten.

Nah an der Arbeitswelt
Betriebskrankenkassen sind traditionell eng mit Unternehmen und deren Beschäftigten verbunden. Das wirkt sich vor allem dort aus, wo Gesundheit und Arbeit zusammenkommen: bei der Prävention und der betrieblichen Gesundheitsförderung. Wer weiß, wie in einem Betrieb tatsächlich gearbeitet wird, kann Angebote entwickeln, die zum Arbeitsalltag passen, und bietet nicht Programme von der Stange an. Für Sie bedeutet das Ansprechpartner, die Ihre Situation kennen.
Unsere Haltung: Gesunde Nähe schaffen
Mit der gleichnamigen Kampagne setzen sich die Betriebskrankenkassen für den Erhalt der Kassenvielfalt ein. Die Position ist eindeutig: Ja zu Wettbewerb, ja zu freiwilligen Fusionen dort, wo sie sinnvoll sind, aber nein zu Zwangsfusionen. Denn wenn Kassen von außen zusammengelegt werden, entscheidet nicht mehr der Nutzen für die Versicherten, sondern allein die Zahl.
KLICK INS NETZ
Mehr zur Kampagne: www.gesunde-naehe.de

Starke Gesundheitsversorgung: Kasse und Landkreis ziehen an einem Strang
Landrat Björn Bartels und Stefan Lang, Vorstand der BKK Akzo Nobel, tauschten sich über die medizinische Versorgung im Landkreis aus. „Als Krankenkasse vor Ort verfolgen wir mit dem Landkreis ein gemeinsames Ziel, nämlich eine wohnortnahe und zukunftsfähige Gesundheitsversorgung“, betonte Stefan Lang.
Versorgung sichern
Der demografische Wandel und der Fachkräftemangel setzen die medizinische Versorgung jedoch unter Druck. Beide Seiten waren sich daher einig: Die Weichen müssen früh gestellt werden, um eine wohnortnahe und qualitativ hochwertige Versorgung auch künftig sicherzustellen.
Vor Ort engagieren
„Die BKK Akzo Nobel ist seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner in unserer Region und bringt ihre Kompetenz nicht nur als Krankenkasse, sondern auch als aktiver Mitgestalter der Gesundheitsversorgung ein“, erläuterte Landrat Björn Bartels. Konkret unterstützt die BKK etwa das Famulatur-Programm, das Medizinstudierende für den ländlichen Raum gewinnen soll, sowie die Prävention in Kitas, Schulen und Betrieben. Dieses Engagement soll auch weiter kontinuierlich ausgebaut und das Angebot im Sinne der Versicherten weiterentwickelt werden.

Im Austausch über die Zukunft der Gesundheitsversorgung im Landkreis Miltenberg: Landrat Björn Bartels (rechts) und Stefan Lang, Vorstand der BKK Akzo Nobel
