Der frühere Bundestagsabgeordnete Wolfgang Zöller informierte sich bei einem Besuch in Erlenbach über aktuelle Herausforderungen der gesetzlichen Krankenversicherung und lobte die Rolle der Betriebskrankenkassen.
Festzuschuss für den Zahnersatz
Seit über 100 Jahren steht die BKK Akzo Nobel für betriebliche Krankenversicherung mit Nähe zu ihren Versicherten. Davon überzeugte sich nun Wolfgang Zöller (CSU).
Gesundheitspolitik im Fokus
Der ehemalige Bundestagsabgeordnete aus der Region hat über Jahrzehnte hinweg an führender Stelle in der CSU-Fraktion und im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages die deutsche Gesundheitspolitik entscheidend mitgeprägt. Empfangen wurde er von den alternierenden Verwaltungsratsvorsitzenden der BKK Akzo Nobel Roland Berninger (Versichertenvertreter) und Georg Ballmann (Arbeitgebervertreter), vom Vorstand der BKK Akzo Nobel, Stefan Lang, und vom Vorstand des BKK Landesverbandes Bayern, Dr. Ralf Langejürgen.
Klein, nah, zukunftsfähig
Große Einigkeit bestand darüber, dass gerade kleinere Betriebskrankenkassen mit kurzen Entscheidungswegen, niedrigen Verwaltungskosten und enger Bindung zu den Versicherten unverzichtbar bleiben.
Wer hat Anspruch auf KFO-Leistungen?
Schwerpunktthema war zudem die Finanzierung des Gesundheitswesens. Stefan Lang betonte die Notwendigkeit der Beitragssatzstabilität: „Im Sinne und zum Wohle unserer Versicherten besteht unsere Forderung an die Politik darin, zu einer einnahmenorientierten Ausgabenpolitik zurückzukehren. Nur so können wir die Beiträge stabilisieren und die Kostenexplosion im Gesundheitswesen wirksam abbremsen.“
Themen mit Weitblick
Im Austausch wurden außerdem die Krankenhausreform, eine hausarztzentrierte Versorgung, die Finanzierung versicherungsfremder Leistungen sowie die Eigenverantwortung der Versicherten angesprochen. Zöller unterstrich dabei die enge Verzahnung der BKK Akzo Nobel mit den Betrieben vor Ort, die nicht nur das Gesundheitsmanagement stärke, sondern auch Krankheitszeiten senke und die Versichertengemeinschaft vor unnötigen Therapiekosten schütze.
Die nächsten politischen Entscheidungen angesichts drohender Beitragssatzsteigerungen und einzubremsender Ausgabendynamik werden zeigen, wie sich die gesetzliche Krankenversicherung künftig entwickeln wird.
(V.l.) Roland Berninger, Georg Ballmann, Wolfgang Zöller, Stefan Lang und Dr. Ralf Langejürgen
