In Deutschland erkranken jährlich rund 230.000 Menschen an einer Sepsis, 85.000 sterben daran. Früherkennung und schnelle Hilfe können Leben retten.
Eine Sepsis wird umgangssprachlich oft „Blutvergiftung“ genannt. Es ist aber keine Vergiftung im herkömmlichen Sinn. Sie entsteht durch eine gestörte Abwehrreaktion des Immunsystems. Dieses wird ausgelöst, wenn sich eine lokale Infektion plötzlich auf den ganzen Körper ausweitet.
Jeden kann es treffen
Nahezu jede Infektionskrankheit und fast jeder Krankheitserreger können eine Sepsis verursachen – das gilt auch für Grippe oder COVID-19.
Sepsis-Checkliste
Sie denken, es könnte eine Sepsis sein, sind sich aber unsicher wegen der Symptome. Dann machen Sie den Sepsis-Check:
www.deutschland-erkennt-sepsis.de/was-tun-im-notfall/#sepsis-check
Schnell reagieren
Typisch sind Fieber und Schüttelfrost. Eine Sepsis äußert sich aber vor allem durch ein starkes, plötzliches Krankheitsgefühl, wie man es noch nie erlebt hat. Sie ist immer ein akuter Notfall! Verlieren Sie keine Zeit: Rufen Sie sofort den Notruf 112 oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 an – auch wenn Sie unsicher sind.
Wie entsteht eine Blutvergiftung?
- Ausbreitung der Infektion: Eine lokale Infektion, z. B. Harnwegsinfekt, infizierte Wunde oder Lungenentzündung, breitet sich über das Blut im ganzen Körper aus. Das Immunsystem reagiert mit einer starken Abwehrreaktion.
- Abwehr gerät außer Kontrolle: Die Immunreaktion wird so stark, dass sie den Körper selbst schädigt und Gewebe sowie Organe angreift.
- Septischer Schock: Im fortgeschrittenen Stadium kommt es zum Herz-Kreislaufversagen („septischer
Schock“). Organe stellen nach und nach ihre Funktionen ein – häufig mit tödlichem Ausgang.
KLICK INS NETZ
Mehr Infos finden Sie auf der Aktionsseite „Deutschland erkennt Sepsis“:
www.deutschland-erkennt-sepsis.de
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